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Stadtkreisverband für
Gartenbau und Landespflege Ingolstadt

Seminar für Vorstände und Mitarbeiter in Gartenbauvereinen
Hilfestellung und Anregungen für die Vereinsarbeit

 

Überaus gut besucht war das Seminar für Vorstände und Mitglieder der Vereins-leitungen der Gartenbauvereine aus Ingolstadt und dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, das der Landesverband für Gartenbau und Landespflege im Gasthof Haas in Karlskron angeboten hat. Mit Dr. Lutz Popp vom Dachverband der „Freizeitgärtner“ konnte Kreisfachberaterin Sabine Baues-Pommer den über 80
Seminarteilnehmern aus den Kreisverbänden Ingolstadt und Neuburg-Schrobenhausen einen kompetenten Referenten vorstellen. Am Seminar teilgenommen haben auch die Kreisverbandsvorsitzenden
Anton Rottmair (Ingolstadt) und Anton Stiglmair (Neuburg), die zusammen 53 Gartenbauvereine mit knapp 11 000 Mitgliedern betreuen.
In seinen Ausführungen zum Leitthema „Gartenbauvereine helfen Mensch und Natur“ gab Lutz Popp aktuelle Hinweise zur Vereins-führung. Rechtzeitig einen Nachfolger aufzubauen, sei enorm wichtig. Ebenso notwendig sei es auch, sich den gesellschaftlichen und zeitlichen Veränderungen zu stellen und den heutigen Ansprüchen und Bedürfnissen der Mitglieder gerecht zu werden. „Überalterte Vereine haben es schwer, Nachwuchskräfte zu finden und Interesse bei der jüngeren Generation zu wecken.“
Zur Verwirklichung der gemeinsamen zentralen Ziele wie Pflege der Gartenkultur, Landesverschönerung, Heimatpflege, Natur- und Umweltschutz gelte es, mehr als bisher Kinder und Jugendliche einschließlich ihrer Familien in die Vereinsarbeit einzubeziehen, sagte Popp. So seien inzwischen Jugendbeauftragte sowohl im Bezirks- als auch im Landesverband eingesetzt, welche die Vereinsleitungen hinsichtlich Fortbildung und Arbeitsmaterial unterstützen. Dies habe bereits Wirkung gezeigt, da viele Vereine Angebote für diese Altersgruppe bereits fest im Programm hätten.
Auch im Hinblick auf die zunehmende Bebauungsverdichtung und auf veränderte Gesellschaftsstrukturen in Stadt und Land müssten neue Wege gegangen werden. Wenn Gärten immer kleiner würden, für einen Nutzgarten kaum mehr Platz sei oder/und die Zeit für die Pflege fehle, sind Beratung und Alternativlösungen gefragt, betonte Popp.
Wünscht man sich einen pflegeleichten Garten, folgt oft Frust, weil zur Anlage das notwendige Hintergrundwissen fehlt und der gewünschte Erfolg ausbleibt. Doch guter Rat ist hier nicht teuer. „Der Hobby-Gartler wird in unserer Organisation nicht allein gelassen“ versicherte Popp.
Dazu nannte er eine große Palette an Informationsschriften, Merk- und Fachblätter sowie Lehrgänge und Seminare, die den Mitgliedern kostenlos angeboten würden. Man könne auf das Fachblatt „Gärtner wissen“ zurückgreifen, um geeignete Stauden für den Vorgarten auszuwählen, einen pflegeleichten Gartenteil zu planen, resistente Gemüsesorten zu finden oder Kübelpflanzen richtig zu überwintern.
Für die Seminarteilnehmer hatte das Seminar einen großen Informationsgewinn, das zeigten die vorgebrachten Fragen der Teilnehmer und zum Schluss der anhaltende Applaus. „Gerade nach der Übernahme neuer Ämter ist man oft überfordert und auf fachliche Hilfe angewiesen“, äußerten einige Teilnehmer. Rechtssicherheit bei Vereinsveranstaltungen, Datenschutz in der Mitgliederverwaltung, Versicherungsfragen und natürlich Fachkenntnisse, die Mitglieder von Vorständen und Mitgliedern der Vereinsleitung erwarten, setzen Hintergrundwissen und aktuelle Information voraus, was eben Dachverbände in Wort und Schrift leisten können.